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Thema: ÖKOLOGIE: Das Millionenheer der Schweine und Rinder vergüllt Deutschland
Dietrich_Stahlbaum (offline)
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Beiträge: 4
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Mitglied seit: 10.07.2008

Deutschland
icon1   ÖKOLOGIE: Das Millionenheer der Schweine und Rinder vergüllt Deutschland #1 Datum: 10.07.2008, 17:22  

Die ÖKOLOGIE

ist ebenso wichtig wie eine soziale Politik. Wenn wir die Natur durch
unsere Wirtschafts- und Lebensweise weiter so schädigen, wird in
absehbarer Zeit auch eine soziale Politik nicht mehr möglich sein, weil
dann alle Ressourcen verbraucht, Luft, Wasser, Boden vergiftet, unsere
natürlichen Lebensgrundlagen vernichtet sind.


Schon vorher werden die enormen Kosten, die entstehen, wenn versucht
wird, die Natur zu reparieren, die Sozialetats so weit hinunterdrücken,
dass nichts mehr davon übrig bleibt. Die Folgen kann sich jedermensch
selber ausmalen.

Eine andere Gefahr droht durch die hochgerüsteten Großmächte, allen
voran durch die USA und, wenn es nach Plan läuft, durch eine
militarisierte EU. Mit einem Wort: durch den Geomilitarismus.

Der Krieg ums Öl ist bereits im Gange. Krieg ums Wasser wird in Nahost
und in Afrika geführt. Der globale Krieg um die Reste beackerbaren
Bodens steht noch aus&

Ein Aspekt der ökologischen Probleme in Deutschland, die sich auch auf
andere Länder und Kontinente auswirken, ist die Massentierhaltung
(dst:):

250 große Säugetiere pro Quadratkilometer

Der Zoologe Josef Reichholf zieht umweltpolitisch Bilanz und
kritisiert Deutschlands übergroße Viehbestände


VON FRANK UFEN

Gegenwärtig werden in Deutschland etwa 15,7 Millionen Rinder,
23,7 Millionen Schweine, 2,5 Millionen Schafe und 600 000 Pferde
gehalten.



Das sind 250 große Säugetiere auf jedem Quadratkilometer
landwirtschaftlich genutzter Flächen - und damit mehr als zweieinhalb
Mal so viel wie in der Serengeti, der an Wildtieren reichsten Region der
Erde.

Aber anders als in der weitgehend menschenleeren Serengeti wird
Deutschland überdies von 82 Millionen Menschen bevölkert.
Damit kommt auf jeden Quadratkilometer Deutschlands eine Biomasse
von 90 Tonnen - eine ungeheure Zahl, verglichen mit den 20 Tonnen, die
die Serengeti zu tragen hat.

Schon diese einfache Rechnung zeigt nach Ansicht des Münchner
Zoologen und Ökologen Josef Reichholf zur Genüge, dass die
Viehbestände in Deutschland weitaus größer sind, als seine Böden
ernähren und verkraften können. Und das hat verheerende
Auswirkungen auf den Naturhaushalt.

(&) Dass in Deutschland und Mitteleuropa immer mehr Biotope
verschwinden, hat laut Reichholf nicht etwa die Großindustrie, sondern in
erster Linie die Landwirtschaft zu verantworten.

Denn nicht nur beseitige oder vereinheitliche sie sämtliche Landschaftsformen,
die ihr bei der Steigerung der Produktion im Wege stünden, und setze
rücksichtslos Herbizide, Pestizide und Fungizide ein.

Noch gravierender seien die Schäden, die sie mit ihrem exzessiven
Düngemitteleinsatz anrichten würde.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelangten im Durchschnitt
30 bis 50 Kilo Stickstoff pro Jahr auf jeden Hektar der deutschen Fluren.
Etwa die gleiche Menge wird heute allein von den Kraftfahrzeugen und
Heizkraftwerken freigesetzt, und sie belastet in hohem Maße die Wälder,
Trocken- und Magerrasen, Moore, Seen und Naturschutzgebiete.

Doch inzwischen produziert das Millionenheer der Schweine und Rinder
derart viel Gülle, dass zusätzlich Berge von Stickstoff-, Phosphor- und
Kaliumdünger anfallen, die gar nicht mehr abgebaut werden können. (&)

Josef H. Reichholf:Der Tanz um das goldene Kalb.
Der Ökokolonialismus Europas.
Wagenbach, Berlin 2004,
217 Seiten, 19,50 Euro

(Frankfurter Rundschau vom 06.Juli 05)
Der Stein des Sisyphus rollt immer wieder bergab.
Aber besteht unser Menschsein nicht darin,
dass wir ihn auch immer wieder den Berg hinauftragen,
damit er nicht unten liegen bleibt?

[In Anlehnung an Camus, Le mythe de sisyphe. Essai sur l`absurde]

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icon1   Re: ÖKOLOGIE: Das Millionenheer der Schweine und Rinder vergüllt Deutschland #2 Datum: 10.07.2008, 21:01  

Ein nicht genannt werden wollender Landwirt hat mir folgende
Stellungsnahme zum Artikel von Dietrich Stahlbaum gesandt:


Um in der Landwirtschaft gute Erträge zu erzielen brauchen die Pflanzen
Nährstoffe. In der Regel werden Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kali (K)
gedüngt. In den Gewässern fördern die P-Dünger das Algenwachstum
und führen zu Problemen in den Mittellandseen.

Insbesondere in Regionen wo zu viele Nutztiere pro Flächeneinheit
gehalten werden. Die N-Dünger werden in den Ackerbauregionen
grösstenteils in Form von chemischen Handelsdüngern (Kunstdünger)
ausgebracht.

Durch die N-Düngung ist die Nitratbelastung in vielen Trinwasserfassungen
über gewisse Grenzwerte gestiegen. Zuviel Nitrat im Trinkwasser und
Gemüse kann Krebs verursachen.

Im Biolandbau sind mineralische Dünger (Chemische Kunstdünger)
untersagt. Gedüngt wird nur mittels organischen Hofdüngern oder
anderem organischen Material wie Buchon de plume (Hühnerfedern),
Knochen- oder Algenmehl usw.. oder Gründüngung.

Die Stickstoffdüngung wirkt sich sehr direkt auf die pflanzlichen Erträge
und den Eiweissgehalt (beim Getreide) aus.

Wir haben uns entschlossen keine (teuren) organischen Dünger
zuzukaufen, sondern zu versuchen, den N-Bedarf unseres Weizens
mittels den Pflanzenresten der Vorfrucht zu decken.

Das heisst, dass wir in der Fruchtfolge vor dem Getreide eine
Leguminose-Pflanze anbauen, die die Fähigkeit hat, den N aus der Luft
zu binden. Das können Bohnen, Erbsen, Klee oder Luzerne sein.

Natürlich sind durch diese reduzierte Düngung die Erträge deutlich tiefer
als in der konventionellen Landwirtschaft (-30%). Zurzeit sieht man den
Unterschied in der Farbe der Getreidefelder: stark gedüngte Äcker sind
dunkelgrün, fast blaugrün, schwach gedüngte Biofelder hingegen eher
hellgrün oder fast gelblich.

Dafür bleibt das Grundwasser sauber und die Umwelt intakt! Aber ich
gebe gerne zu, dass mein Agronomen-Herz manchmal etwas blutet,
wenn ich meine schwach gedüngten Felder mit denjenigen gewisser
Nachbarn vergleiche....

Das nur als Ergänzung zum Beitrag von Dietrich Stahlbaum.
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icon1   Re: ÖKOLOGIE: Das Millionenheer der Schweine und Rinder vergüllt Deutschland #3 Datum: 11.07.2008, 04:42  

Aber das kann ja auch nicht die Lösung sein!

Klimakiller Kuh:
Abgas-Steuer für Rinder gefordert


Berlin (dpa) - Zu viel Kunstdünger auf den Feldern, zu viele Kühe im Stall:
Die Umweltstiftung WWF hat wirksame Klimaschutzvorgaben für die
deutsche Landwirtschaft gefordert. Gedüngte Felder und rülpsende Kühe
seien in Deutschland für elf Prozent des menschengemachten
Klimawandels verantwortlich.

Das kritisierte die WWF-Agrarexpertin Tanja Dräger de Teran.
Der WWF (World Wide Fund for Nature) schlägt deshalb ein «verstärktes
Nachdenken» über Emissionssteuern in der Landwirtschaft vor.

bannjongg
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icon1   Re: ÖKOLOGIE: Das Millionenheer der Schweine und Rinder vergüllt Deutschland #4 Datum: 12.07.2008, 01:09  

Fleischesser sind die grössten Klimasünder
Forscher haben ausgerechnet, dass der Klimaschaden von nur einem Kilo Rindfleisch-Verzehr rund 36 Kilogramm Kohlendioxid entspricht wobei noch nicht einmal der Energieverbrauch der Rinderfarm und des Transports berücksichtigt sind.

Liebe Anhänger der "Grünen", ich will nicht, bösartig sein, aber jetzt hockt Ihr echt in der Zwickmühle. Auf Schweinefleisch könnt Ihr nicht umsteigen, sonst ziehen Euch die Angehörigen der Religion des Friedens das Fell über die Ohren. Auch Vegetarisches ist keine Alternative, sonst seit Ihr wegen den Methangase bald die gleichen Sünder wie die Kühe&
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icon1   Re: ÖKOLOGIE: Das Millionenheer der Schweine und Rinder vergüllt Deutschland #5 Datum: 24.07.2008, 07:12  

Es wäre einmal interessant, festzustellen, wie die Bilanz im Gesamten
der heutigen Landwirtschaft in Bezug auf Produktion und Umwelt-
Belastung ausschaut:


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